Lineages

26. März, 29. Mai, 19. & 20. September 2026

Lineages widmet sich musikalischen Verbindungen und Traditionslinien über Zeiten und geografische Räume hinweg. In dieser Saison stehen die Klavierquartette von Johannes Brahms im Zentrum, die im Laufe des Jahres in drei Konzerten präsentiert und in Dialog mit weiteren Werken gesetzt werden.


Programm

Lineages I

Brahms, Enescu, Françaix
26. März 2026 | 19:30 Uhr Villa Elisabeth

Jean Françaix
Streichtrio C-Dur

George Enescu
Klaviertrio a-Moll

Johannes Brahms
Klavierquartett Nr.2 A-Dur Op.26

Will Hagen, Violine
Andrei Ioniță, Violoncello
Sindy Mohamed, Viola
Catalin Serban, Klavier

Lineages II

Brahms, Dvořák
29. Mai 2026 | 19:30 Uhr Kühlhaus Berlin

Antonín Dvořák
Klavierquartett Es-Dur op. 87 (1889)

Johannes Brahms
Klavierquartett g-Moll, op. 25 (1861)

Lisa Jacobs, Violine
Karolina Errera, Viola
Andrei Ioniță, Violoncello 
Catalin Serban, Klavier

Lineages III

Brahms, Schumann, Kodály, Bartók
19. September 2026 | 19:00 Uhr Kühlhaus Berlin

Robert Schumann
Märchenerzählungen op. 132

Zoltán Kodály
Duo für Violine und Violoncello op. 7 (3. Satz)

Béla Bartók
Kontraste Sz. 111

Johannes Brahms
Klavierquartett Nr. 3 c-Moll op. 60

Veriko Tumburidze (Violine)
Hellen Weiss (Violine)
Žilvinas Brazauskas (Klarinette)
Nilay Özdemir (Viola)
Andrei Ioniță (Violoncello)
Catalin Serban (Klavier)

Lineages IV

Paris – London

Saint-Saëns, Debussy, Elgar
20. September 2026 | 19:00 Uhr Kühlhaus Berlin

Camille Saint-Saëns
Barcarolle für Klavier, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass op. 108

Claude Debussy
Streichquartett g-Moll op. 10

Edward Elgar
Klavierquintett a-Moll op. 84

Veriko Tumburidze (Violine)
Hellen Weiss (Violine)
Nilay Özdemir (Viola)
Andrei Ioniță (Violoncello)
Catalin Serban (Klavier)

Das Ensemble Spielende Insel lädt ein zur Konzertreihe Lineages - Brahms - The Piano Quartets

Lineages widmet sich musikalischen Verbindungen und Traditionslinien über Zeiten und geografische Räume hinweg. In dieser Saison stehen die Klavierquartette von Johannes Brahms im Zentrum, die im Laufe des Jahres in drei Konzerten präsentiert und in Dialog mit weiteren Werken gesetzt werden.

Den Auftakt bildet Brahms’ Klavierquartett Nr. 2 A-Dur op. 26 – ein Werk von transzendentaler Schönheit und monumentaler Ruhe, dessen architektonische Weite und innere Balance zu den großen Errungenschaften der Kammermusik zählen.
Es wird eingerahmt von zwei sehr unterschiedlichen Perspektiven: George Enescus Klaviertrio a-Moll, in dem sich Brahms’ Formdenken mit französischer Klangkultur und rumänischer Folklore verbindet, sowie Jean Françaix’ Streichtrio C-Dur, das mit Transparenz, Leichtigkeit und spielerischer Eleganz einen bewussten Kontrast zur romantischen Tradition setzt. 

Begleitet werden die Konzerte von Rauminstallationen und bildender Kunst der Künstler*innen Kristina Weiss, Enikö Márton, Nora Sturm und Detlef Baltrock. Ihre Arbeiten verwandeln die Konzertorte in Resonanzräume, in denen Klang und bildende Kunst miteinander verschmelzen.

Mit Lineages III findet die Beschäftigung mit den Klavierquartetten von Johannes Brahms ihren Abschluss.

Das Programm spannt einen Bogen von Schumanns Märchenerzählungen, in denen sich musikalische Gedanken in fragmentarischen Bildern entfalten, hin zu den scharf konturierten, rhythmisch geprägten Klangwelten von Kodály und Bartók. Hier treten folkloristische Impulse und eine körperlich spürbare Energie in den Vordergrund.

Im Zentrum steht Brahms’ drittes Klavierquartett — ein Werk von großer Dichte und innerer Spannung, in dem sich persönliche Ausdruckskraft und formale Strenge auf eindringliche Weise verbinden.

Mit Lineages IV öffnet sich die Reihe in neue Richtungen.

Unter dem Titel Paris – London begegnen sich zwei unterschiedliche musikalische Denkweisen um 1900:
die klanglich orientierte, farbenreiche Sprache Frankreichs und die spätromantisch geprägte Ausdruckswelt Englands.
Saint-Saëns und Debussy stehen für eine Musik, die aus Klang und Farbe heraus gedacht ist — beweglich, transparent und fein nuanciert.
Dem gegenüber entfaltet Elgars Klavierquintett eine dichte, weit gespannte musikalische Architektur von großer emotionaler Intensität.

Das Konzert markiert damit einen Übergang: von der Auseinandersetzung mit Brahms hin zu neuen Linien, neuen Perspektiven und neuen Verbindungen.

The ensemble Spielende Insel invites you to the concert series Lineages – Brahms – The Piano Quartets.

Lineages explores musical connections and lines of tradition across time and geographical space. This season focuses on the piano quartets of Johannes Brahms, presented over the course of the year in three concerts and placed in dialogue with other works.

The opening concert features Brahms’s Piano Quartet No. 2 in A major, Op. 26—a work of transcendental beauty and monumental calm, whose architectural breadth and inner balance rank among the great achievements of chamber music.
It is framed by two very different perspectives: George Enescu’s Piano Trio in A minor, in which Brahmsian formal thinking merges with French sound culture and Romanian folklore, and Jean Françaix’s String Trio in C major, which sets a deliberate contrast to the Romantic tradition with its transparency, lightness, and playful elegance.

The concerts are accompanied by spatial installations and visual art by the artists Kristina Weiss, Enikö Márton, Nora Sturm, and Detlef Baltrock. Their works transform the concert venues into resonant spaces in which sound and visual art merge.

With Lineages III, the exploration of Johannes Brahms’s piano quartets reaches its conclusion.

The program spans from Schumann’s *Märchenerzählungen*, where musical ideas unfold in fragmentary images, to the sharply contoured, rhythmically driven sound worlds of Kodály and Bartók. Here, folkloric impulses and a physically tangible energy come to the fore.

At the center stands Brahms’s third piano quartet—a work of great density and inner tension, in which personal expressivity and formal rigor combine in a compelling way.

With Lineages IV, the series opens toward new directions.

Under the title Paris – London, two contrasting musical approaches around 1900 come into dialogue: the sonically oriented, richly colored language of France and the late-Romantic expressive world of England.
Saint-Saëns and Debussy represent a music conceived in terms of sound and color—fluid, transparent, and finely nuanced. In contrast, Elgar’s Piano Quintet unfolds a dense, broadly arched musical architecture of great emotional intensity.

The concert thus marks a transition: from an engagement with Brahms toward new lines, new perspectives, and new connections.