Inseln sind Rückzugsorte – und Orte der Begegnung. Die Spielende Insel ist beides: ein Raum der Introspektion und des Dialogs, in dem Musik, Kunst und Menschen an inspirierenden Spielorten Berlins aufeinandertreffen. Gegründet und künstlerisch geleitet von Pianist Catalin Serban und Cellist Andrei Ioniță entstehen hier lebendige Konzerterlebnisse – getragen von herausragenden Musiker*innen der jungen internationalen Klassikszene, die Kammermusik auf höchstem Niveau erfahrbar machen.
Robert Schumann
Märchenerzählungen op. 132
Zoltán Kodály
Duo für Violine und Violoncello op. 7 (3. Satz)
Béla Bartók
Kontraste Sz. 111
Johannes Brahms
Klavierquartett Nr. 3 c-Moll op. 60
Mit Lineages III findet die Beschäftigung mit den Klavierquartetten von Johannes Brahms ihren Abschluss.
Das Programm spannt einen Bogen von Schumanns Märchenerzählungen, in denen sich musikalische Gedanken in fragmentarischen Bildern entfalten, hin zu den scharf konturierten, rhythmisch geprägten Klangwelten von Kodály und Bartók. Hier treten folkloristische Impulse und eine körperlich spürbare Energie in den Vordergrund.
Im Zentrum steht Brahms’ drittes Klavierquartett — ein Werk von großer Dichte und innerer Spannung, in dem sich persönliche Ausdruckskraft und formale Strenge auf eindringliche Weise verbinden.

With Lineages III, the exploration of Johannes Brahms’s piano quartets comes to a close.
The program spans a wide range, from Schumann’s *Märchenerzählungen*—in which musical ideas unfold in fragmentary images—to the sharply defined, rhythmically driven soundscapes of Kodály and Bartók. Here, folkloric influences and a physically palpable energy take center stage.
The focus is on Brahms’s Third Piano Quartet—a work of great density and inner tension, in which personal expressiveness and formal rigor are powerfully combined.
Kristina Weiss
Enikö Marton
Detlef Baltrock
Kühlhaus Berlin
Luckenwalder Straße 3, 10963 Berlin
20. September 2026 | 19:30 Uhr
Paris – London
Saint-Saëns, Debussy, Elgar
Kühlhaus Berlin
Camille Saint-Saëns
Barcarolle für Klavier, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass op. 108
Claude Debussy
Streichquartett g-Moll op. 10
Edward Elgar
Klavierquintett a-Moll op. 84
Mit Lineages IV öffnet sich die Reihe in neue Richtungen.
Unter dem Titel Paris – London begegnen sich zwei unterschiedliche musikalische Denkweisen um 1900:
die klanglich orientierte, farbenreiche Sprache Frankreichs und die spätromantisch geprägte Ausdruckswelt Englands.
Saint-Saëns und Debussy stehen für eine Musik, die aus Klang und Farbe heraus gedacht ist — beweglich, transparent und fein nuanciert.
Dem gegenüber entfaltet Elgars Klavierquintett eine dichte, weit gespannte musikalische Architektur von großer emotionaler Intensität.
Das Konzert markiert damit einen Übergang: von der Auseinandersetzung mit Brahms hin zu neuen Linien, neuen Perspektiven und neuen Verbindungen.

With Lineages IV the series ventures into new directions.
Under the title Paris – London two distinct musical philosophies from around 1900 come together:
the tonally oriented, richly colored language of France and the late-Romantic expressive world of England.
Saint-Saëns and Debussy represent music conceived through sound and color—fluid, transparent, and finely nuanced.
In contrast, Elgar’s Piano Quintet unfolds a dense, expansive musical architecture of great emotional intensity.
The concert thus marks a transition: from an engagement with Brahms toward new lines, new perspectives, and new connections.
Kristina Weiss
Enikö Marton
Detlef Baltrock
Kühlhaus Berlin
Luckenwalder Straße 3, 10963 Berlin